Baugrunderkundung

Eine der wichtigsten Vorbereitungen für den Hausbau ist die Baugrunderkungung. Hier wird geprüft, ob der Baugrund ausreichend tragfähig ist, welche Bodenschichten in welcher Tiefe liegen und wie Wasser im Untergrund auf das Haus wirken kann. Ohne gibt es keine Baugrube, kein sicher stehendes Haus und keine Kostensicherheit bei den Erdarbeiten.

Die Vorgehensweise ist eigentlich ganz einfach. Ein innen hohles Rohr wird in den Boden gerammt und wieder rausgezogen. Durch Öffnungen im Rohr sind alle Bodenschichten sichtbar, werden protokolliert und es werden Proben für das Labor genommen. Die Geologen arbeiten sich abhängig vom Untergrund bis in mehrere Meter Tiefe vor und das zum Beispiel an mehreren Ecken des Baufensters. Anschließend wird noch gemessen, ob und wie hoch Wasser sich in den entstandenen Löchern sammelt. Die ganze Aktion dauert mit Einmessung und Fotodokumentation ein paar Stunden.

Die Bodenproben werden für ein chemisches Bodengutachten gebraucht. Bei einem Hausbau muss garantiert ein Teil des Aushubs abgefahren werden, die Deponien in Hamburg nehmen aber nur unbelasteten Boden an, was der Bauherr nachweisen muss. Dafür ist das Gutachten unbedingt erforderlich.

Der Abschlussbericht enthält Angaben wie

  • eine Aufschlüsselung der Bodenproben
  • eine  Gründungsempfehlung für das Haus (wie soll der Keller gebaut und abgedichtet werden, sind besondere Erdarbeiten wie der Austausch des Bodens notwendig)
  • Daten für den Statiker zur Tragfähigkeit des Bodens
  • allgemeine Hinweise, was gegebenfalls sonst noch zu beachten ist (Umgang mit Oberflächenwasser, sind Bäume mit tief reichenden Wurzeln in der Nähe des Hauses möglich)

Diese Daten sind eine wichtige Grundlage für die Hausplanung und vor allem für die Kosten der Erdarbeiten. Das Baugrundgutachten sollte Vertragsbestandteil des Bauwerkvertrages sein. Die Kosten lagen bei fast 1400 Euro inklusive Bodenchemie.

Unsere Baugrunderkundung hat eine dünne Mutterbodenschicht, verschiedene Sandschichten und eine dicke Lehmschicht in der Gründungsebene gefunden. Das Grundwasser liegt sehr tief, es gibt aber Schichtwasser und der Keller braucht eine gute bis sehr gute Abdichtung.

Die Baugrunderkunder rücken an
Die Baugrunderkunder rücken an
Aufbau am ersten Bohrloch
Aufbau am ersten Bohrloch
Mit diesem hydraulischen Heber werden die Bohrkerne wieder rausgezogen
Mit diesem hydraulischen Heber werden die Bohrkerne wieder rausgezogen
Der Bohrkern wird in die Tiefe gehämmert
Der Bohrkern wird in die Tiefe gehämmert

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