Wassereinbruch

Wir sind in der zweiten Dezemberhälfte und das Wetter in Hamburg gibt sich Mühe, keine Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. In unserem Winter-Wunderland gibt es Temperaturen um die 10°C, Wind und extrem viel Regen. Im Hamburger Umfeld gibt es sogar Unwetterwarnungen. Das ist eine Bewährungsprobe für unser immer noch nicht geschlossenes Haus und natürlich den Keller, der jetzt bis zum Hals im Wasser stehen dürfte.

Das Dach macht bei den Wassermassen einen guten Eindruck. Der Regen läuft gut in die Rinnen und zu den provisorischen Fallrohren.

Der Regen hat kurz nachgelassen
Der Regen hat kurz nachgelassen

Am unteren Ende plätschert es ganz schön aus den Schläuchen, im Garten hat sich ein kleiner See gebildet. Unser schlecht wasserdurchlässiger Boden schafft es schon lange nicht mehr, die Massen aufzunehmen.

Ablauf einer Dachecke
Ablauf einer Dachecke

In nicht einmal zwei Tagen hat sich der See nochmals deutlich vergrößert.

Regenwasser-See am Samstag...
Regenwasser-See am Samstag…
...und keine zwei Tage später
…und keine zwei Tage später

In den Eimern und einer Schubkarre kann man ablesen, wie viele Millimeter Regen es in den letzten Tagen gegeben hat.

Niederschlagsmenge vom letzten Wochenende
Niederschlagsmenge vom letzten Wochenende

Im Dachgeschoss hat der Wind einiges Wasser durch die noch nicht geschlossenen Fensteröffnungen gedrückt. Die Dämmung und das Holz in dem Bereich sind nass. Wir verstopfen die Löcher im Bereich der späteren Fensterbank mit Ziegelsteinen, damit nicht noch mehr reinkommt und es einigermaßen schnell wieder trocknen kann.

Durch die Öffnung drückt der Wind den Regen
Durch die Öffnung drückt der Wind den Regen

Beim Gang in den Keller haben wir am Samstag ein paar kleine Wasserpfützen entdeckt. Es sieht so aus, als wäre das Wasser oben aus der Abdichtung herausgekommen. Wir machen Fotos und rufen den Bauleiter an.

Kleine Wasserpfütze im Keller
Kleine Wasserpfütze im Keller

Er macht sich sofort auf den Weg aus seinem Wochenende zur Baustelle. Die Frage, ob die weiße Wanne undicht sein könnte, beschäftigt ihn genauso wie uns. Gemeinsam machen wir uns auf die Suche nach der Quelle des Wassers. Unter der Abdichtung scheint der Fußboden trocken zu sein, dafür steht im Knick zwischen Wand und Fußboden Wasser. Eine offensichtliche Quelle ist nicht zu finden, es ist weder durch die Kellerfenster noch über den Schornstein Wasser reingekommen.

Die geöffneten Teile der Abdeckungen bleiben so stehen, der Bauleiter bittet uns und unseren Gutachter um einen zweiten Termin nach dem Wochenende, ein Abdichter soll nach Möglichkeit auch dazukommen. Zwei Tage vor Heiligabend klappt das aber nicht mehr, ich treffe mich alleine mit ihm. Obwohl jetzt noch sehr viel mehr Wasser auf den Keller drücken müsste, scheint kein Tropfen nachgekommen zu sein, die kleinen Pfützen sind sogar verdunstet. Also doch nur Schwitzwasser? Der Gutachter ruft später noch an, er tippt auch darauf, will sich den Keller im neuen Jahr aber nochmals genau ansehen. Für den Moment gibt es Entwarnung.

Einen Tag später bin ich wieder auf der Baustelle. Es sind neue Pfützen da, dieses Mal kann man aber deutlich erkennen, woher das Wasser kam. Es sind große Mengen Luftfeuchtigkeit an den kalten Betonwänden kondensiert. An einigen Stellen haben sich Rinnsale gebildet, welche die Pfützen gefüllt haben.

Schwitzwasser an den Betonwänden
Schwitzwasser an den Betonwänden
Schwitzwasser sammelt sich in Pfützen
Schwitzwasser sammelt sich in Pfützen

Für uns heißt das Entwarnung, die Aufregung war wohl unnötig. Trotzdem hatte das schlechte Wetter sein Gutes, es hat die Abdichtung einem Stresstest unterzogen, bevor der Estrich reinkommt. Und es sieht so aus, als hätte sie bestanden.

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