Kampfmittel

Nein, hier geht es nicht um Maulwürfe, unliebsame Nachbarn oder die Vorbereitungen für den Jahreswechsel. Da Hamburg im zweiten Weltkrieg erheblich bombardiert wurde und nicht alle Bomben explodiert sind, liegen im Stadtgebiet immer noch einige Blindgänger. Verständlich, dass vor Tiefbauarbeiten sichergestellt werden muss, dass der Bagger auf keine vergrabene Bombe stößt.

Zuständig ist dafür die Feuerwehr Hamburg. Sie prüft zunächst das Kampfmittelkataster. Kann ein Kampfmittelverdacht dort nicht ausgeschlossen werden, sichtet ein Mensch Luftbilder aus dem zweiten Weltkrieg, die von den alliierten Bombern aufgenommen wurden. Wichtig dabei: Außer dem gesamten eigenen Grundstück muss man alle Flächen mit anfragen, in denen die späteren Ver- und Entsorgungsleitungen liegen könnten, also beispielsweise die Verlängerung der Grundstücksfront über die Straße bis hin zum gegenüberliegenden Gehweg.

Sind in den Luftbildern keine verdächtigen Hinweise zu erkennen, bekommt man eine Freigabe, anderenfalls rückt der Kampfmittelräumdienst an und sucht vor Ort weiter. Bei uns reichten die Luftbilder, die Untersuchung hat keine 250 Euro gekostet, aber vom Antrag bis zum Bescheid hat es aber vier Monate gedauert. Man sollte die Anfrage also so früh wie möglich starten, wenn sich nicht schon der Verkäufer darum kümmert.

 

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